Wiener Tanz- und Kunstbewegung
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Roland Seidel

Anne Juren ist 1978 in Grenoble, Frankreich geboren. Sie lebt und arbeitet in Wien. Ihre choreographische Arbeit geht der Frage nach, welche Informationen der bewegte Körper transportiert und wie dieser Vorgang auf der Bühne repräsentiert wird. Ausgangspunkt ist ihre professionelle Erfahrung als Tänzerin und Choreographin, die sie mit international anerkannten Choreographen erarbeiten konnte, unter anderem mit Trisha Brown, Laurent Pichaud und Jennifer Lacey. Darüber hinausgehend erarbeitet sie in ihren Stücken eine eigenständige Herangehensweise um die zeitgenössische Formensprache von Tanz und Performanceaufführungen in konzeptioneller Weise weiterzuführen und auszuformulieren. Ihr zentrales Anliegen dabei ist auch, dem Begriff des „Oeuvre“ nachzuspüren, also aus den gemachten Erfahrungen im Bereich Tanz aber auch im Kontakt mit Praktiken aus der bildenden Kunst neue Aufführungs- und Arbeitsweisen zu erarbeiten.

Ihr Studium schloss sie am „Conservatoire National Superieur de danse“ in Lyon ab. Im Anschluss daran erhielt sie das französische Staatstipendium „Lavoisier“, das es ihr ermöglichte, ein Jahr lang in der „Trisha Brown Dance Company“ in New York zu arbeiten.

Es folgten Engagements bei verschiedenen Choreographen, unter anderem Laurent Pichaud (Frankreich) und Saskia Hölbling (Österreich). 2002 erarbeitet sie das Solo „Oslo“, das im Theater 145, Grenoble, Frankreich, gezeigt wurde. Darauf wurde in Kooperation mit dem französischen Kulturinstitut Wien das Stück „A?“ produziert, und im dietheater, Wien und im Tanzquartier Wien zur Aufführung gebracht.

Im Jahr 2004 folgte das international erfolgreiche Duo „J´aime“ in Zusammenarbeit mit Alice Chauchat, ko-produziert mit Buda Kortrijk (Belgien), Tanzquartier Wien, Impulstanz Wien, Sommerszene Salzburg, und Maison du Theatre et de la Danse à Paris, und gefördert durch die Stadt Wien, das Bundeskanzleramt sowie DRAC, ile de France, Paris.

2005 entwickelte sie zwei neue Stücke. Das Solo „Code Series“, koproduziert durch Tanzquartier Wien, Buda Kortrijk (Belgien) und Sommerszene Salzburg, gefördert durch die Stadt Wien und das Bundeskanzleramt, präsentiert auf der österreichischen Tanzplattform und in Poznan (Polen), gezeigt und in 2007 in verschiedenen europäischen Institutionen, unter anderem in Parc de la Villette (100 desus dessous, Paris), gezeigt. Das Duo „Look Look“ mit Kroot Juurak, koproduziert durch die österreichische Stylisting Agentur „Unit F“ und dem Tanzquartier Wien, aufgeführt in der Halle G, österreichische Tanzplattform, Linz, Parc de la Villette, Paris und in les subsistances, Lyon. In 2007 wird es in verschiedenen europäischen Institutionen, unter anderem Bremen, Düsseldorf, London, Gent, und Dubrovnik aufgeführt.

In 2006 wurde das einjährige Projekt „Sport und Tanzformen“ mit dem Linguisten Fouad Asfour als Teil des APAP Programms (Advancing Performing Arts Project, siehe: www.apapnet.net) konzipiert und in Kooperation mit professionellen Sportlern in den jeweiligen Aufführungsorten realisiert, und in den sechs europäischen Partnerinstitutionen (Szene Salzburg; Dans in Kortrijk (Belgien), transforma, Torres Vedras (Portugal), armunia, Castiglioncello (Italien), Tanzfabrik Berlin; Silesian Dance Theatre, Bytom (Polen) präsentiert.

2008 entstand ihre erste Gruppenchoreographie mit dem Titel „Komposition“ unter der Beteiligung von Marianne Baillot, Agata Maszkiewicz und Alix Eynaudi.

Anne Juren war beteiligt an der Kuratierung der Insel Nr.2 „Quick Change“, die im Oktober 2008 im Tanzquartier Wien stattgefunden hat und zeigte in diesem Rahmen erstmals ihre neueste Soloarbeit „Magical“.

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